Alle Infos zur Demo auf der Sonderseite der BI Ahaus
Das atompolitische Versagen im Umgang mit Atommüll geht weiter: In ihrem Bericht an den Wirtschaftsausschuss des Landtags NRW legt die Chefin der Atomaufsicht Mona Neubaur (Grüne) dar, was alles von Seiten der JEN als Betreiberin des Jülicher Zwischenlagers/ Besitzerin der 152 Castorbehälter, der Bundesregierung und der Genehmigungsbehörde BASE NICHT getan wurde, um die Castortransporte zu verhindern. Wir stellen aber auch fest, dass die NRW-Landesregierung NICHT den Versuch unternommen hat, politisch zu intervenieren: Es wurden keine Sicherheitsbedenken bei 152 Transporten über die Autobahnen geäußert, die Kritik der Gewerkschaft der Polizei NRW verhallte somit auch bei Frau Neubaur und Herrn Reul offenbar wirkungslos.
Es wurden vom Land NRW zwar Grundstücke für ein Zwischenlager-Neubau angeboten, aber offenbar keine Gespräche über den Streitpunkt der Kosten zwischen Land und Bund für ein Zwischenlager-Neubau und auch nicht über die Verzögerungen bei der Übereignung der Grundstücke oder den fehlenden Antrag für ein neues Zwischenlager in Jülich geführt. Dies wurde vor kurzem auch vom Bundesumweltministerium bestätigt.
kurzer Demo-Aufruf als PDF langer Demo-Aufruf mit Hintergrund-Infos als PDF
Wir rufen deshalb zur großen Demo am 4. Oktober in Ahaus auf:
Castor-Alarm in Ahaus!
Mit über 150 Autobahn-Transporten von hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich und dem Forschungsreaktor Garching bei München ins Zwischenlager Ahaus droht ab Mitte Oktober die größte Castor-Transportserie in der Geschichte der Bundesrepublik.
- Die Endlagerfrage ist ungelöst!
- Unter allen genehmigten Zwischenlagern in Deutschland ist Ahaus (neben Gorleben) das mit den niedrigsten Sicherheitsstandards
- 2036 läuft die Genehmigung für das Zwischenlager Ahaus aus – eine simple Verlängerung ist nicht hinnehmbar.
- Jeder Atommülltransport über die maroden Autobahnen mit riesiger Polizeibegleitung schafft eine neue Gefahrenlage.
Deshalb fordern wir:
- Der Atommüll muss bis zur Klärung der Endlagerfrage bleiben, wo er ist!
- Möglichst sichere Zwischenlager an allen Standorten jetzt!
- Um die Produktion von neuem Atommüll zu vermeiden, fordern wir die sofortige Stilllegung des Forschungsreaktors Garching bei München, der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen.
Umfassender Atomausstieg jetzt!
10 months ago
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