Was wäre passiert, wenn die Panne unterwegs auf der Autobahn passiert wäre?

1 month ago 1235

„Nun gab es erneut ein unvorhergesehenes technisches Problem am Castor-LKW, das dieses Mal offensichtlich deutlich gravierender war. Wir fordern deshalb umgehend Aufklärung über diese aktuelle Panne, die zur nächtlichen Absage des Castors führte. Und es zeigt sich, wie wichtig die Proteste vor Ort und an der 170 Kilometer langen Autobahnstrecke sind, um live sehen zu können, wenn diese erheblichen Probleme auftreten,“ so Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ in Jülich.

„Wir sind immer noch erst beim 10. Castor. Wie soll das nun noch 142 Mal weitergehen? Dieses Mal ist der Schaden auf dem Gelände des Forschungszentrums in Jülich aufgetreten. Was wäre passiert, wenn die Panne unterwegs auf der Autobahn passiert wäre? Auf solche Schadensfälle ist die Polizei doch gar nicht vorbereitet. Außerdem fragen wir uns, ob womöglich das Transportunternehmen der größten Transportserie für hochradioaktiven Atommüll in der Geschichte der Bundesrepublik einfach nicht gewachsen ist? Wir fordern deshalb nachdrücklich ein Ende des Castor-Wahnsinns auf den Autobahnen von NRW. Die Transporte sind eine reine Verschwendung von Steuergeld und Polizei-Ressourcen,“ ergänzt Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

In einer Pressemitteilung bestätigt die Polizei den Transportabbruch: Der Defekt habe sich „ausschließlich auf die Zugmaschine“ beschränkt. Eine zeitnahe Reparatur oder ein spontaner Austausch des Spezialfahrzeuges seien am Mittwochabend aber nicht möglich gewesen.

Wann Behälter 10 nach Ahaus rollen wird, ist aktuell unklar.

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