Ob der 10. Castor-Transport aus Jülich heute Nacht starten wird, wie gravierend der technische Defekt an dem LKW ist, das ist aktuell unklar.
Klar ist allerdings, dass künftig im niedersächsischen Lingen Brennstäbe für russische Reaktortypen gebaut werden dürfen. Niedersachsens Umweltministerium hat gestern (22.7.) die Zusammenarbeit genehmigt – unter „strengen Auflagen“, Umweltminister Meyer nennt die „Entscheidung grundfalsch“. Auch das Bundesumweltministerium sieht diese „Kooperation mit einem russischen Staatskonzern vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieg in der Ukraine kritisch“. Trotzdem darf der russische Staatskonzern Rosatom ein Joint Venture mit dem Betreiber in Lingen eingehen – um dort künftig auch Brennstäbe für russische Reaktortypen zu fertigen, wofür die Brennelementefabrik erweitert werden soll.
Das ruft natürlich Anti-Atom-Proteste auf die Straße: Am kommenden Montag soll dagegen demonstriert werden. Treffpunkt ist um 18 Uhr vor Framatome in Lingen.
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